Über mich

Über mich:

Hey, ich bin Dr. med. Jörn Haupt.

Als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin bin ich seit 2014 in eigener Praxis in Norddeutschland niedergelassen. In den letzten Jahren habe ich mich eingehend mit der ärztlichen Kinderosteopathie beschäftigt. Damit arbeite ich nun in bester Arbeitszufriedenheit mit diesem Tätigkeitsschwerpunkt in meiner ansonsten ländlich geprägten Kinder- und Jugendarztpraxis.

Warum Osteopathie?

Als Vater zweier Söhne erkannte ich irgendwann, dass für mich die klassische Schulmedizin allein nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Dennoch habe ich meinen ersten Osteopathiekurs mit äußerster Skepsis besucht. Ehrlich gesagt hatte ich – wie unter Hardcore-Schulmedizinern wie mir weit verbreitet – geglaubt, dass es sich um Scharlatanerie und sinnfreies „Handauflegen“ handelt. Was soll ich sagen! Ich wurde eines besseren belehrt und bin nun von der Wirksamkeit mehr als überzeugt. Jetzt nutze ich die Osteopathie als zusätzliches Tool ergänzend zu meiner weiterhin ebenso wichtigen klassisch-kinderheilkundlichen Diagnostik und Therapie.

„Osteopathie, ist doch gar nicht evidenzbasiert?!“

Mittlerweile gibt es, insbesondere im angloamerikanischen Raum, so einige Studien mit osteopathischen Themen. In Deutschland ist es in diesem Ausmaß leider noch nicht durchgedrungen. Wenn man als Hardcore-PubMed-Jünger (dem Verzeichnis schlecht hin für medizinische Studien) auf wissenschaftliche Analysen steht, fällt zur Schande von uns Osteopathen jedoch auf: Das Studiendesign ist in der Regel mäßig. Kleine Fallzahlen, kaum bis gar nicht doppelblind. Messverfahren so la la. Warum ist das so? Meine Vorstellung ist, dass sich mit osteopathischen Studien kein Geld verdienen lässt. Es gibt kein Pharmasponsoring, bei dem Medikamente in Studien getestet werden und bei Wirksamkeitsnachweis, die Lizenz zum Gelddrucken erwirkt wird. Wir Osteopathen haben „nur“ unsere Hände! Naja, sei es drum: Also den Anspruch auf klar evidenzbasierte Wirksamkeit kann rein wissenschaftlich derzeit nicht erhoben werden. Und dennoch habe ich es mir zur Passion gemacht, die zwei Welten aus klassischer Kinderheilkunde und Osteopathie zu verbinden. Ich für mich bin überzeugter Kinderosteopath – trotz eher dürftiger Studienlage. Somit kann ich für meine kleinen Patienten und deren Familien ein möglichst ganzheitliches Portfolio an Kompetenz bieten.

Warum dieser Blog?

Aus meiner Sicht jedoch führt die kinderärztliche und osteopathische Behandlung allein die Kinder nicht auf einen gesunden Entwicklungsweg. Insbesondere die Aufklärung, Anleitung und Unterstützung der Eltern ist ein wichtiger Faktor im Behandlungskonzept. Im Praxisalltag ist das – auch bei meinen KollegInnen – aus Zeitgründen nicht immer möglich. Die Vielzahl an Informationen aus den Gesprächen wird zudem verständlicherweise nicht immer im Hirn verankert. Daher nutze ich diesen Blog, den Eltern als Informationsquelle und Handlinganleitung eine Nachlese-, Wiederholungs- und Vertiefungsmöglichkeit zu bieten.

Ich freue mich über die Mithilfe und den Input meiner KollegInnen zu den einzelnen Themen in Podcasts, Artikeln und „offline im Hintergrund“, um dieses Herzensprojekt mit Leben zu füllen.

Wer mit seinem Kind einmal persönlich kinderosteopathisch bei mir vorgestellt werden möchte, kann dies gerne über die Homepage meiner Praxis anfragen. Ich freue mich über Ihr Kommen.